Baustelle Engersche Straße

Hier ist einmal ein positives Beispiel, wie man Baustellen fahrrad- und fußgängerfreundlich einrichtet. Ist der eigentliche Radweg entlang der Engerschen Straße im Prinzip eine Zumutung – und dürfte in meinen Augen gar nicht benutzungspflichtig sein – so ist die Baustelle in recht ogut eingerichtet:

  • Reduzierung der Anzahl Fahrspuren für KfZ
  • Führung des Radweges über die frei gewordene Fahrbahn
  • Absicherung des Fuß-/Radweges durch Absperrgitter.

Warum nicht überall so?

 

Demolder Straße

An einem Samstag Nachmittag aufgenommen, daher war relativ wenig Verkehr. Aber auch so war ich einigen Autofahrern im Weg, so dass ich eng überholt bzw. angehabt wurde (Dialog mit dem Kölner )

Erschreckend auch der Zustand der Radweg im zweiten Teil bzw. die unübersichtliche und widersprüchliche Verkehrsführung.

Ich bin gespannt, wie dieser Teil nach den Baumaßnahmen aussehen wird.

Fazit: Ich kann jeden verstehen, der diese Straße meidet. Schon an einem Samstag Nachmittag ist es nicht angenehm. Deutlich angespannter dürfte es an einem Werktag zu Stoßzeiten sein.

Regelungen in Baustellen

Was sehen die Vorschriften für Rad- und Fußwege im Bereich von Baustellen vor?

Die Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (kurz RSA) sind ein in Deutschland gültiges technisches Regelwerk und wurden im Februar 1995 vom Bundesministerium für Verkehrveröffentlicht (VkBl. 7/1995), die Ursprungsfassung entstand 1980. Die Richtlinie beschreibt die verkehrsrechtlichen Sicherungen von Arbeitsstellen an und auf Straßen. Sie gilt auf allen öffentlichen Straßen in Deutschland und ist Bestandteil der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung. (Quelle: Wikipedia). Siehe auch rsa-online.com oder stvo.de.

Abschnitt „2.4 Arbeitsstellen auf Geh- und Radwegen“ regelt u.a. die Belange für den Radverkehr im Bereich von Baustellen.

Für Rad- und Fußwege innerhalb von Baustellen ist hier bzgl. der Breite festgelegt:

2.4.1 Mindestbreiten

(1) Geh- und Radwege sollen nach Möglichkeit in voller Breite im Arbeitsstellenbereich fortgeführt werden. Bei beengten Verhältnissen sollten folgende Mindestmaße nicht unterschritten werden:

a) Gehwege 1,0 m,
b) Radwege ohne Gegenverkehr 0,8 m,
c) gemeinsame Geh- und Radwege 1,6 m,
d) Fußgängerzonen 3,5 m.

(2) Dies gilt auch für Führung über provisorische Brücken.

(3) Größere Breiten sind anzustreben, insbesondere bei hoher Verkehrsstärke durch Fußgänger.

(4) Zwischen Baugrubenrändern und Geh- oder Radwegen sollte ein Abstand von mindestens 0,15 m vorgesehen werden.

Offensichtlich hatte man die Bedeutung des Radverkehres 1995 noch nicht im Blick (hohe Verkehrsstärke durch Fußgänger wurde berücksichtigt).

Das sind also keine guten Nachrichten für Radfahrer. 80 Zentimeter Breite innerhalb einer Baustelle ist viel zu wenig. Viele Räder – gerade Mountain-Bikes – haben eine Lenkerbreite von ca. 70 Zentimeter. Da ist nicht viel Luft zu den geforderten 80 Zentimetern.

Neben der RSA gibt es jedoch noch die  Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte. Und genau als solche bezeichnet sich Bielefeld.

 

Baugerüst Artur-Ladebeck-Str./Friedrich-List-Straße – Teil VII

Dann, mehr als zwei Woche nach meinem ersten Hinweis auf den aktuellen Zustand und mehrmaligem Nachbohren, kam doch tatsächlich eine Antwort. Und was für eine! Ich musste lernen, dass hier nachts oder wann auch immer quasi die Mainzelmännchen unterwegs waren, die die Warnbaken, die tagsüber vom Gerüstbauer korrekt aufgestellt wurden, versetzten. Interessant …

Sehr geehrter Herr Finke,

Ihre E-Mails werden nicht ignoriert, sondern wurden jedes Mal ernst genommen. Der Gerüstbauer, Herr Bunzel wurde jedes Mal von mir kontaktiert und darauf hingewiesen, dass entweder die Beschilderung oder die Baustellenbaken verschoben wurden. Herr Bunzel ist auch jedes Mal der Aufforderung nachgegangen und hat die Baustelleneinrichtung ordnungsgemäß aufgestellt. Dies konnte durch Kontrollen von unseren Außendienstmitarbeiter Herrn Mika bestätigt werden. Jedoch scheint irgendeine unbekannte Person sich damit zu unterhalten, ständig die  Baustelleneinrichtung hin und her zu schieben.

Herr Bunzel wurde von mir aufgrund Ihrer letzten Beschwerde ebenfalls umgehend informiert und hat mir zugesichert, sich sofort darum zu kümmern.

Ich habe soeben erneut die Firma Bunzel kontaktiert. Der Mitarbeiter von Herrn Bunzel, der persönlich die Beschilderung letzte Woche korrigiert hat, fährt heute im Laufe des Tages erneut hin und kontrolliert die Baustelleneinrichtung.

Mit freundlichen Grüßen

I.A.
N…

Da ich das nicht glauben konnte, musste ich hier einmal nachhaken:

Guten Tag Frau …,
vielen Dank für die Rückmeldung.
Inhaltlich kann ich dieses nicht nachvollziehen. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Person die Baken jedesmal wieder auf den Radweg stellt. Schließlich wiegen die Pfosten ein paar Kilogramm. Zumal ich den Weg täglich fahre und die Baken niemals wie ursprünglich auf der Fahrbahn standen.
Vielleicht senden Sie mir bei Ihrer nächsten Kontrolle einmal ein Foto zu, damit ich überzeugt bin, dass die Baken korrekt aufgestellt wurden.
Da gestern ja eine Kontrolle stattgefunden haben soll, und heute morgen die Baken auf dem Radweg standen gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Mainzelmännchen waren heute Nacht wieder unterwegs oder der Mitarbeiter war der Meinung, die Schilder gehören so.
Ich bitte Sie also erneut, sich um diese leidige Baustelle zu kümmern. Schließlich liegt die Verantwortung für die Verkehrssicherheit bei der Stadt Bielefeld.
Viele Grüße
Aber auch auf diese Mail geschah nichts weiteres.

Baugerüst Artur-Ladebeck-Str./Friedrich-List-Straße – Teil VI

Jetzt wurde es frustrierend. Auf keine meiner E-Mails erhielt ich eine Antwort. Ob dies schon eine Folge des Rückzuges des Fahrradbeauftragten Oliver Sprees ist? Wer weiß … Daher verzichte ich an dieser Stelle auf das Abdrucken der E-Mails.

Stattdessen ein paar Impressionen in bewegten und stehenden Bildern.

26.03.2018

 

28.03.2018

 

06.04.2018

 

10.04.2018

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